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Über uns

Am 8. Oktober 1988 wurde die Bio-Bauere-Genossenschaft Lëtzebuerg (BIOG) gegründet. Neun Mitglieder unterzeichneten damals die Gründungsurkunde und stellten die Weichen für eine gemeinsame Vermarktung regional erzeugter biologischer und biodynamischer Produkte.

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Mittlerweile sind aus den neun Mitgliedern über 30 geworden. Und nicht nur Landwirte sind mit dabei, sondern auch Obstbauern und Gemüsegärtner. Sie alle wirtschaften nach biologischen oder biologisch-dynamischen Richtlinien und verkaufen ihre Produkte, wenn nicht direkt ab Hof, vor allem an die BIOG. Voraussetzung für die Aufnahme in die Genossenschaft ist die Mitgliedschaft im Verein Bio-Lëtzebuerg – Vereenegung fir biologesch Landwirtschaft Lëtzebuerg a.s.b.l.

Mit Gründung der Genossenschaft wurde auch der Grundstein für die spätere OIKOPOLIS-Gruppe gelegt. So entstanden um die BIOG herum unter anderem die NATURATA Bio Marchés und der Bio-Großhändler BIOGROS, die im OIKOPOLIS-Zentrum in Munsbach unter einem Dach vereint sind. Ihr gemeinsames Motto "fair a kooperativ mat de Bio-Baueren" ist ein öffentliches Bekenntnis zur engen Verbundenheit zwischen bäuerlichem Schaffen und händlerischem Tun.

Qualität und Solidarität

Für die Mitglieder der BIOG stehen die Qualität der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und die Solidarität untereinander sowie mit anderen Wirtschaftspartnern im Vordergrund.

Qualität kann nur im Einklang mit der Natur und der Umwelt erzeugt werden. Die BIOG-Mitglieder verzichten deshalb auf schnelllösliche Mineraldünger und chemische Pflanzenschutzmittel und schonen somit Boden, Pflanzen und Grundwasser. Gentechnik ist für sie tabu, und in puncto Tierhaltung sind ausreichender Auslauf und wesensgerechte Fütterung ein Muss. Der Verzicht auf Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel tut ein Übriges, um das hohe Qualitätsniveau auch bei verarbeiteten Bio-Lebensmitteln zu halten.

Solidarität ist die zentrale Voraussetzung für die genossenschaftliche Zusammenarbeit. In einem überwiegend von multinationalen Großkonzernen dominierten Lebensmittelmarkt ist es gerade für Bioproduzenten von Vorteil, wenn sie ihre Kräfte bündeln und ihre Produkte über eine Genossenschaft wie die BIOG absetzen können. Im Sinne des Assoziativen Wirtschaftens sitzen Vertreter der Genossenschaft regelmäßig mit ihren Handelspartnern und Verbrauchern am Runden Tisch. So kann sichergestellt werden, dass vom Erzeuger bis zum Endkunden alle zufrieden sind.

Vier Produktgruppen

Die Mitgliedsbetriebe organisieren sich nach den Produktgruppen Getreide, Gemüse & Obst, Fleisch und Milch. Die zwei Käsereien auf dem Kass-Haff in Rollingen und dem Schanck-Haff in Hupperdange befinden sich im Besitz der BIOG-Genossenschaft und werden auch von dieser betrieben. Die hofeigene Milch wird zu Schnitt- und Hartkäse, Quark und verschiedenen Weichkäsen verarbeitet.

Landwirte müssen sich zusammenschließen, um vertragsfähig in der Wertschöpfungskette zu werden. Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften haben die Aufgabe, die bäuerliche Produktion zu bündeln. Ohne solche solidarischen Zusammenschlüsse könnten die Lieferanforderungen spezialisierter Verarbeiter und Händler nicht erfüllt werden, es würden nur sehr große und spezialisierte Höfe überleben.

Änder Schanck, Mitbegründer der BIOG und Vorstandsmitglied