BIOG-Molkereien

Die Molkerei auf dem bio-dynamischen Schanck-Haff in Hupperdange

- im Norden des Landes - wurde direkt in die bestehenden Gebäulichkeiten des Hofes integriert. Die seit 1989 in Kooperation mit der BIOG in Betrieb genommene Molkerei kauft den Großteil der Milch, die auf dem Hof produziert wird, und verarbeitet diese zu Käse.

Zum Betrieb der Familie Schanck gehören zirka 40 rot-bunte Milchkühe samt Nachwuchs, sowie zwei Zuchtbullen. Neben der Milchkuhhaltung gibt es Schweine, die unter anderem mit Molke, dem Nebenprodukt der Käseherstellung, gefüttert werden. Zudem baut Jos Schanck verschiedene Getreidesorten, Kartoffeln und Möhren an.

Durch die Errichtung einer Heutrocknungsanlage im Jahr 2010 kann in Schlechtwetterperioden hochwertiges Heu zur Fütterung der Kühe produziert werden. So muss keine Silage verfüttert werden. Durch die Heufütterung im Winter bleibt die Qualität der Milch das ganze Jahr über quasi konstant und das kommt natürlich dem Geschmack des Käses zugute. In den Sommermonaten sind die Kühe vorwiegend auf der Weide und ernähren sich von frischem Gras.

Anfänglich wurde neben der Käse- und Stoffi-Produktion auch Demeter-Milch in Flaschen abgefüllt. Die Milchabfüllung wurde aber einige Jahre später von der näher an den Konsumenten gelegenen Molkerei auf dem Hoeser-Haff in Bergem übernommen. Hier wurde auch mit der Joghurt-Produktion begonnen, die später an die Molkerei auf dem Wilhelms-Haff in Capellen übergeben wurde.

Die Hofmolkerei vom Schanck-Haff spezialisierte sich schliesslich auf die Produktion von Hëpperdanger Kéis in verschiedenen Geschmacksrichtungen: natur, mit Kräutern, mit Pfeffer, Bergkäse usw. Außerdem stellte sie einen Weißschimmelkäse her und bis 2014 auch BIOG-Stoffi (Quark). Mittlerweile wird der Stoffi und der "Klenge Mëllen" jedoch in der Hofmolkerei vom Kass-Haff produziert.

Seitdem der Käse in Scheiben geschnitten und fertig abgepackt im Handel angeboten wird, ist die Nachfrage stark gewachsen. Der „Hëpperdanger Kéis“ wird heute unter dem Namen „Eislécker Kéis“ vermarktet.